Motorrad-Treffen auf der Passat im September 2003 des BMCL
(BMW-Motorradclub Lübeck) anlässlich seines 20. Geburtstags
Motorradtreffen auf einer Viermastbark - sehr außergewöhnlich –
Ganz zufällig sind wir in Berlin einigen Lübeckern im August über den Weg gelaufen und bekamen spontan die Einladung zu ihrer Geburtstagsfeier überreicht. Spontan haben wir angenommen!
Das wurde dann daraus:
Am Donnerstagabend kam Suse aus Kehl am Rhein mit dem Gespann in Sieber an. Ihr Freund Uwe
brachte dann am Freitag morgen (6:30 Uhr) nach der Arbeit mit dem PKW mal eben die 500 km nach Sieber hinter sich,
um dann mit Suse, dem Gespann und dem Rest der Geburtstagsgratulanten die restlichen 350 km nach Lübeck über Landstraße am Freitagmittag in Angriff zu nehmen.
Als die Kühe auf der Lübecker Weide eingeparkt waren, erklang gleich zur Begrüßung bereits der Shanty-Chor von Deck.

...und über ihnen wehte die BMW-Fahne am Mast.
Abwechslungsreich, wie das Leben der Passat, gestaltete sich dann auch unser Wochenende.
Immerhin – es ging niemand über Bord!
(Zwecks Security war rund um die Uhr immer ein Angestellter der Verwaltung der Stadt Lübeck an Bord, wie sich später herausstellte)
Da wir nach unserer Ankunft auf Deck nicht sofort unsere Kajüten beziehen konnten, setzten wir unsere neuen Mützen auf und gaben uns vollends der Stimmung an Bord hin...
...zusammen mit einem kühlen Blonden, es war ja immer noch 25 Grad warm und einer netten Lübecker Blonden, Helga.
Nach einem reichlichen Abendessen und etlichen "Möwenschissen" (Kleinst-Flaschen mit ein bisserl Alkohol (15%)), sowie der Festlegung an welcher Ausfahrt wir am Samstag teilnehmen werden,
fielen wir müde und zufrieden in unsere schwankenden Kojen.
Am Samstag ging es auf Tour. Pünktlich, jawoll!, um 9:30 Uhr ging es, mit Dirk vorweg und Peter als Sammler hintendran, durch die wellige Landschaft der westlichen Ostseeküste. Und wir staunten nicht schlecht – unser Tourguide weis wo die Kurven sind! – und mit seinen jugendlichen 59 Jahren schmetterte er nur so durch sie hindurch – sieh an, sieh an, ein Norddeutscher der Mopedfahren kann!
Bei strahlender Sonne wurde unterwegs noch ein Fischbrötchen zu sich genommen, bevor es dann zurück nach Lübeck ging, wo wir mit allen Ausfahrern zusammentrafen, um an der Hafenrundfahrt teilzunehmen.
Also wie üblich dieses Jahr bei uns MFH'ler hieß es schon wieder:
Runter vom Moped, rein ins Boot, rauf aufs Wasser! – Haben wir inzwischen Übung drin!
Anschließend war unsere Gruppe noch in Lübeck ein Eis essen und danach zum Sammelplatz für
alle zu fahren. Gemeinsam ging es im Korso zurück nach Priwall – Wieder Passat entern.
Naja, Michus, Uwe, Suse und Andi waren vorher schon zur Fähre gefahren, um die neue Batterie
in Andis RS einzubauen – die stand dort seit dem Samstagmorgen bisserl dumm in der Gegend rum.
Nachdem bereits Uwe, von anderen Gästen an Bord, als Bollerwagenfahrer tituliert wurde, bekam Andis RS den hübschen Namen "Hemmschuh" verpaßt
Nach dem reichlichen Abendbrot wurden dann noch ein paar Pokale verteilt – den kleinsten durften
wir mit in den Harz nehmen, zusammen mit einem echten Holsten-Bierkrug:
Das führte dazu, dass später diese verdammten Kojen wieder schwankten...
Eine fachmännische Führung von einem ehem. Kapitän zur See gab es dann auch noch, untermalt von seinem Freund mit Akkordeonmusik.
So rein zur Info, dass wir auch aufgepasst haben: Eine Ankerkette der Passat wiegt allein bereits 40 Tonnen und ist 210 m lang. Das Einholen des Ankers per Muskelkraft dauert ca. 4 ½ Stunden. Steuerbord ist immer noch rechts, weil links ja bereits Backbord ist.
Nach einem erlebnisreichen Motorradtreffen und ganz herzlichem Dank an die veranstaltenden Lübecker Geburtstags-"Kinder", grüßen von der Passat:

Ja, und auf der Heimfahrt ging es dann noch mal richtig zur Sache:

Es bleibt darauf hinzuweisen, dass in 2004 die Lübecker sich revanchieren wollen und bei uns im schönsten Mittelgebirge Deutschlands, mal "Berge gucken" wollen. Wir würden uns freuen!
(Fotos: Andi, Text: Babsi,)